ICD-10-GM: Aktuelle Version für 2021 steht bereit

Zur Kodierung der Behandlungsdiagnosen in der vertragsärztlichen Versorgung gilt seit dem 1. Januar eine neue Version der ICD-10-GM. Sie ist in den Praxisverwaltungssystemen hinterlegt.

Die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) herausgegebene Version der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme 10. Revision – German Modification“ (ICD-10-GM) für 2021 enthält einige neue Kodes.

Darüber hinaus erfolgten redaktionelle Anpassungen und Klarstellungen. Die KBV hat in einer Präsentation einzelne wichtige Änderungen der Version 2021 gegenüber der Vorjahresversion zusammengestellt (siehe „Mehr zum Thema“).

ICD-10-GM flexibel nutzen
Die neue Version der ICD-10-GM für 2021 wurde mit dem Quartalsupdate in den Praxisverwaltungssystemen implementiert.

Sie steht auch mobil in der App „KBV2GO!“ sowie im ICD-10-Browser bereit – jeweils mit praktischer Suchfunktion und Erläuterungen zu den einzelnen Kodes. Der ICD-10-Browser ist eine Webanwendung der KBV und wurde jetzt grundlegend modernisiert.

Kodieren mit ICD-10-GM
Alle Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten sind seit dem Jahr 2000 gesetzlich verpflichtet, jede Behandlungsdiagnose so genau wie möglich zu kodieren, zum Beispiel auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungsunterlagen. Die Kodierung erfolgt nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, ICD-10-GM.

Die exakte Verschlüsselung der Behandlungsdiagnosen ist wichtig, um die Morbidität in Deutschland möglichst genau bestimmen zu können. Sie ist ein entscheidendes Kriterium dafür, wie viel Geld die gesetzlichen Krankenkassen für die ambulante medizinische Versorgung zur Verfügung stellen müssen.

Anhang 2 des EBM zum 1. Januar aktualisiert
Der Anhang 2 des EBM ist zum 1. Januar an die aktuelle Version des Operationen- und Prozedurenschlüssels angepasst worden (die PraxisNachrichten berichteten).

Die Anpassungen beruhen auf der jährlichen Aktualisierung des Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Der Bewertungsausschuss nimmt neue Kodes des aktuellen OPS in den Anhang 2 auf und streicht ungültige (beendete) Kodes.

Eine Übersicht der OPS-Änderungen der Version 2021 gegenüber der Vorjahresversion hat die KBV in einer Präsentation zusammengefasst (siehe „Mehr zum Thema“).

Weiterführende Informationen

Quelle Logo und Text: Kassenärztliche Bundesvereinigung
Weitere Infos hier: 02191 46127-0

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