Praxisausweise für TI: Ausgabe soll in Kürze wieder starten

Um den Zugang zur Telematikinfrastruktur (TI) und deren Gesamtsicherheit nicht zu beeinträchtigen, hatte die gematik Ende Dezember die Ausgabe von Praxisausweisen (SMC-B-Karte) und elektronischen Heilberufsausweisen (eHBA) gestoppt, nachdem Defizite beim Ausgabeprozess bekannt geworden waren. Die Kartenhersteller haben daraufhin den Versand eingestellt, auch eine Bestellung ist seitdem nicht möglich.

Die KBV drängt auf eine kurzfristige Lösung. „Die Praxen müssen ihre SMC-B-Karten so schnell wie möglich erhalten, denn ohne diese können sie nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen werden“, sagte Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel.

Unbefugte beschafften sich Praxisausweis
Auslöser für den Ausgabestopp waren Defizite beim Ausgabeprozess. Mitgliedern des Chaos Computer Clubs war es gelungen, in den Besitz eines Praxisausweises zu gelangen, nachdem sie den Ausweis im Namen eines niedergelassenen Arztes beantragt und an eine andere, für sie zugängliche Adresse hatten liefern lassen.

Gleiches war ihnen mit einem Heilberufsausweis, einer elektronischen Gesundheitskarte und einem Konnektor gelungen. Da in der TI noch keine Behandlungsdaten von Patienten gespeichert werden, waren zu keiner Zeit sensible Daten in Gefahr.

Zugang zur TI nur mit SMC-B-Karte
Ärzte und Psychotherapeuten benötigen die SMC-B-Karte, um sich als medizinische Einrichtung in der TI zu identifizieren. Sie kommen nur mit der Karte in das Gesundheitsnetz. Der eHBA, der die bisherigen Papierausweise ersetzt, ist für den Zugang zur TI nicht erforderlich, wohl aber für bestimmte Anwendungen wie den elektronischen Arztbrief.

Quelle Logo und Text: Kassenärztliche Bundesvereinigung
Weitere Infos hier: 02191 46127-0

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