KBV und KVen fordern bessere IT-Lösungen

Die regelmäßigen Pannen der Telematikinfrastruktur (Tl) belegen, dass der gegenwärtige Ansatz der Vernetzung nicht hinreichend praxiserprobt und für die Digitalisierung im Gesundheitswesen im Ergebnis dysfunktional ist.

In den Praxen sorgt dies für Störungen im Arbeitsablauf und damit im Praxisalltag. Mitten in der Corona-Krise geht damit das dringend erforderliche Vertrauen in Innovationen verloren und belastet die Arztpraxen mit unnötigen Aufwänden und Kosten. Hierdurch verlieren Ärzte und Patienten dringend benötigte Behandlungszeit.

Der Betrieb der gesamten Tl als Dateninfrastruktur ist analog zum Bundesautobahnnetz Aufgabe des Staates und nicht dem Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung zuzurechnen. Der Staat hat den Ärzten und Psychotherapeuten die erforderlichen technischen Komponenten bzw. Softwarelösungen für die Tl kostenfrei zur Verfügung zu stellen. KBV und KVen fordern daher, dass den ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen die Aufwände für die Digitalisierung erstattet werden.

Außerdem wird das KV-System alle Maßnahmen ergreifen, um einen effektiven Wettbewerb für bessere Hard- und Softwarelösungen für die ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen zu stimulieren. Hierzu werden wir alle Möglichkeiten, auch in Form von Kooperationen oder Eigenentwicklungen, sondieren.

Weiterführende Informationen

Quelle Logo und Text: Kassenärztliche Bundesvereinigung
Weitere Infos hier: 02191 46127-0

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