Bestellbestätigung bis 31. März an die KV

Für die Verlängerung der Frist hatte sich auch die KV Nordrhein vehement eingesetzt. "Wobei uns natürlich eine sanktionslose Lösung am liebsten gewesen wäre", betont Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. Das hat aber leider nicht geklappt. Wer bis Ende März nicht nachweist, dass er den Anschluss an die TI in die Wege geleitet hat, dem muss die KV Nordrhein aufgrund gesetzlicher Vorgaben ein Prozent des Honorars kürzen.

Um dies zu vermeiden, benötigt die KV Nordrhein von Praxen, die weder an die TI angeschlossen sind, noch eine Bestellbestätigung ihres IT-Dienstleisters bei der KV eingereicht haben, eine Erklärung. In dieser Erklärung bestätigt der Arzt oder Psychotherapeut, dass er die erforderliche Ausstattung bestellt hat.

Formular zurücksenden
Die KV Nordrhein hat im Januar alle betroffenen Praxen angeschrieben. Dem Brief lag ein Formular bei, das an die KV zurückgeschickt, gefaxt oder gemailt werden kann – vorausgesetzt, die Praxis hat die Komponenten bestellt und auch eine Bestätigung ihrer Bestellung erhalten. Die Komponenten für den Einstieg stehen inzwischen zur Verfügung. Die Hersteller bieten den Praxen in der Regel Komplett-Pakete an, sogenannte Bundles.

Erklärung über die verbindliche Bestellung der TI-Komponenten (PDF, 51 KB)

Für Labore, Pathologen und Transfusionsmediziner und Anästhesisten gilt: Auch wenn sie nur vereinzelt Patientenkontakt haben, müssen sie sich an die TI anschließen. Nur wer nie mit Patienten in Kontakt tritt, ist von der Pflicht zum Online-Versichertenstammdatenabgleich ausgenommen. Allerdings empfiehlt die Kassenärztliche Bundesvereinigung auch diesen Praxen, sich wegen künftiger Anwendungen an die TI anzubinden. "Wir informieren diese Praxen in Kürze, ob auch sie eine Bestellbestätigung benötigen", sagt Gilbert Mohr, TI-Experte der KV Nordrhein.

Auch für einige ermächtigte Ärzte und Einrichtungen wie Hochschulambulanzen ist noch ein Punkt zu klären: Für diejenigen, die bis zum Jahresende 2018 in die TI eingestiegen sind und Erstattungen der KVen erhalten haben, sieht die neue Finanzierungsvereinbarung der Deutschen Krankenhausgesellschaft keine Pauschale für die Kosten des laufenden Betriebs vor. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung setzt sich für eine Übergangsregelung ein, um die Lücke zu schließen.

Quelle Logo, Grafiken und Text: KV Nordrhein
Weitere Infos hier: 02191 46127-0

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