Wechsel von Praxis-IT-Systemen wird unkomplizierter

Die KBV begrüßt diesen „wichtigen Schritt“ des Gesetzgebers. „Wir haben uns immer für eine Interoperabilität zwischen den Praxisverwaltungssystemen eingesetzt“, betonte Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des KBV-Vorstands. Durch offene und einheitlich definierte Schnittstellen sei es möglich, dass Softwareänderungen, die unter anderem durch gesetzliche Änderungen erforderlich sein können, in allen Systemen in gleicher Weise erfolgten, fügte Kriedel hinzu. Dadurch seien die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten nicht einseitig an einen Anbieter gebunden.

Gesetz vor Sommerpause in den Bundesrat
Die nunmehr in dritter Lesung vom Bundestag beschlossene Neufassung des Paragrafen 291 d findet sich im „Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten“. Das Gesetz geht voraussichtlich noch vor der Sommerpause in den Bundesrat.

Die Hersteller werden darin verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren „offene und standardisierte“ Schnittstellen für die Archivierung von Patientendaten und für den Systemwechsel zu schaffen. Die Frist läuft, sobald eine entsprechende Schnittstelle von der Selbstverwaltung empfohlen wird. Das Bundesgesundheitsministerium behält sich vor, auch andere Schnittstellen per Rechtsverordnung festzulegen.

Quelle Logo, Grafiken und Text: Kassenärztliche Bundesvereinigung
Weitere Infos hier: 02191 46127-0

Zurück