Behandlung ohne gültige Krankenversicherungskarte

In diesem Fall kann der Vertragsarzt die Vergütung seiner Leistungen dem Patienten in Rechnung stellen, falls der Patient nicht innerhalb von 10 Tagen eine gültige Versicherungskarte oder anderen gültigen Anspruchsnachweis nachreicht. Die Bewertung der Leistungen erfolgt auf der Basis der GOÄ (§ 18 Abs. 8 S. 3 Nr. 1 BMV-Ärzte).

Der Patient hat jedoch die Möglichkeit, bis zum Ende des Quartals eine gültige elektronische Gesundheitskarte vorzulegen. In diesem Fall ist die von ihm geleistete Vergütung zurückzuerstatten (§ 18 Abs. 9 BMV-Ärzte). Der Patient sollte vor der Behandlung auf diese Regelung hingewiesen werden und dies schriftlich bestätigen – zum Beispiel durch folgenden Text:

Ich (Name des Patienten) bin von Dr. … darüber aufgeklärt worden, dass ich die Behandlung als Privatbehandlung zu zahlen habe, sofern ich nicht innerhalb von 10 Tagen meine gültige elektronische Versichertenkarte oder einen anderen gültigen Anspruchsnachweis nachreiche. Die Rechnung wird dann auf der Grundlage der GOÄ erstellt. Ein Nachreichen der elektronischen Gesundheitskarte oder eines anderen gültigen Anspruchsnachweises ist bis zum Ende des laufenden Quartals möglich. In diesem Fall erfolgt eine Rückerstattung der von mir geleisteten Vergütung. (§ 18 Abs. 8 S. 3 Nr. 1 und Abs. 9 Bundesmantelvertrag-Ärzte).

Quelle Logo und Text: KV Nordrhein
Weitere Infos hier: 02191 46127-0

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